Tierhaltung

Kälbergesundheit im Brennpunkt
Kälber-Resilienz: Mit starken Kälbern nachhaltig produzieren

Bayer

In den Milchviehbetrieben arbeitet häufig die gesamte Familie mit. Die Tochter des Landwirts assistiert der Tierärztin bei der Untersuchung eines Kalbs.

Bild: Bayer AG

In Kälbern steckt viel Potenzial. Sie sind die Mastrinder und Milchkühe von morgen. Jedoch betragen die Verluste in Deutschland derzeit 10-15 Prozent. Widerstandsfähigkeit der Jungtiere lässt sich auf verschiedenen Wegen deutlich verbessern.

Die Startbedingungen zu verbessern, das bedeutet in die Zukunft zu investieren. Widerstandsfähige Kälber sind der Schlüssel zum Erfolg.

Bayer Animal Health hat die Tierschutz-, Tierwohl- und Verbraucherschutzrelevanz der Problematik erkannt und sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit veterinärmedizinischen und landwirtschaftlichen Experten aus Wissenschaft und Praxis Lösungsansätze zu erarbeiten. 

Fachleute sprechen von Kälber-Resilienz. Der Grundstein für resiliente Kälber wird bereits während der Trächtigkeit, in der Trockenstehphase und bei der Geburt gelegt.

Daher sollte schon die Fütterung der trächtigen Mutterkuh auf die bestmögliche Entwicklung des Kalbs zugeschnitten sein. Dazu gehören außerdem das Monitoring der Körperkondition, eine optimale Geburtsvorbereitung und Überwachung und gegebenenfalls die Muttertiervakzinierung. 

Beste Bedingungen für widerstandsfähige Kälber

Große Bedeutung kommt auch den Umständen während und nach der Geburt zu. Zu nennen sind die Versorgung des Neugeborenen mit ausreichendem und hochwertigem Kolostrum sowie die artgerechte Unterbringung der Kälber unter Berücksichtigung einer guten Stallhygiene.

Optimale Haltungsbedingungen und Fütterung und ein sorgfältiges Management können einen Großteil der Durchfall- und Atemwegserkrankungen bei der Kälberaufzucht vermeiden. Die Tiergesundheit könnte im gesamten Bestand verbessert werden.

Auch erkrankte Kälber verringern den Ertrag, da ihr Gesundheitsstatus und ihr Leistungspotenzial trotz Behandlung und Genesung tiefgreifend und dauerhaft verringert werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Folgeschäden übersteigt in Form der Abgänge bis zur zweiten Laktation und der Remontierungskosten die der verendeten Kälber deutlich und offenbart ein enormes Reservepotenzial in Mast- und Milchviehbetrieben.

Daher wird es Zeit, dass resiliente Kälber als Chance für die Zukunft erkannt werden – insbesondere in Bezug auf nachhaltige Produktion. Die Weichen kann jeder selber stellen. 

Mit resilienten Kälbern nachhaltig produzieren und Chancen nutzen

Bayer Animal Health greift das Thema erstmalig am Donnerstag, 15.11.2018 (12.30-13.15 Uhr) auf der EuroTier in Hannover innerhalb des DLG-EuroTier-Forums „Rind“ auf.

Landwirte und Tierärzte sind eingeladen, gemeinsam mit Experten in Halle 12/ Stand A19 im „Diskussionsforum resiliente Kälber: Mit fitten und robusten Kälbern nachhaltig produzieren“ die Chancen der Kälber-Resilienz zu diskutieren. Als Experten mit einem Impulsreferat zu Gast sind: 

· Prof. Dr. Wolfgang Heuwieser (Berlin): Management von Trächtigkeit, Trockenstehphase und Geburt 
· Dr. Christian Koch (Neumühle): Management von Kolostrumversorgung, Tränke und Haltung
· Dr. Stefan Lüllmann (Löningen): Management von Gesundheitsmonitoring, Immunprophylaxe, Parasitenkontrolle und Metaphylaxe/Therapie
· Prof. Dr. Marc Boelhauve (Soest): Management von Hygiene, Betriebliche Gesamtkonzepte und ökonomische Bedeutung

Quelle: Bayer AG