Landtechnik

Exakt wie im Labor und staatlich anerkannt
Manure Sensing von John Deere dreifach DLG zertifiziert

Schleppvertewiler am Güllefass

Das John Deere Manure Sensing System an einem Joskin Güllefass.

Bild: John Deere

Das John Deere Manure Sensing System wurde von der DLG für alle drei wichtigen organischen Düngemittel anerkannt: Die Zertifizierung erfolgte für Rindergülle, Schweingülle und Biogas-Gärreste.

John Deere Manure Sensing misst den Nährstoffgehalt mit dem HarvestLab 3000 Sensor (NIR) während der Ausbringung. Somit können Landwirte und Lohnunternehmer Stickstoff, Phosphor und Kali präzise anhand von Nährstoffzielvorgaben oder maximalen Ausbringmengen in kg/ha bzw. teilflächenspezifischen Düngekarten dosieren.

Die neueste DLG Anerkennung hat bestätigt, dass der Sensor mit vergleichbarer Genauigkeit arbeitet wie zertifizierte Labore mit chemischen Messmethoden. 

„Wenn wir die Ergebnisse von Laboren vergleichen, haben wir in der Regel Differenzen des Nährstoffgehalts. Die Messungen des HarvestLab 3000 Sensors bleiben innerhalb der auftretenden Schwankungen der Messinstitute″, bestätigt Dr. Ulrich Rubenschuh, Bereichsleiter beim DLG Testzentrum. 

Der große Vorteil besteht in der kontinuierlichen Analyse mit mehr als 4.000 Messungen pro Sekunde. Damit ermöglicht der Sensor statistisch abgesicherte Daten während der Ausbringung. Gleichzeitig werden Messfehler vermieden, die z.B. durch falsche Probenahme, ungünstige Lagerung oder verzögerte Messung entstehen können.

Darüber hinaus sind die Ergebnisse der Labore erst nach mehreren Tagen verfügbar oder sogar erst nachdem die Gülleausbringung bereits erfolgt ist. Im Unterschied dazu stehen die Ergebnisse des Sensors für die automatisierte Ausbringung in Echtzeit zur Verfügung. 

Die ausgebrachten Gesamtnährstoffmengen werden außerdem auf dem Feld direkt erfasst. Dazu wurde in den Niederlanden ein offizieller Vergleich mit über 300 Gülleproben durchgeführt. Bei jedem Güllefass wurden fünf herkömmliche Proben mit den Ergebnissen der kontinuierlichen NIR-Messung verglichen. 

Dabei wurde bewiesen, dass bei der NIR-Methode mit 100 %-iger Erfassung der ausgebrachten Gülle, die Abweichung bei Stickstoff um 4,2 % und bei Phosphor um 16,3 % verbessert wurde. 

Aufgrund der hohen Genauigkeit bei der Nährstoffdokumentation wurde die NIR Technology inzwischen von den ersten Landesregierungen in Thüringen und in Nordrhein-Westfalen für die Umsetzung der Düngeverordnung anerkannt. John Deere erwartet, dass weitere Länder demnächst folgen werden.

Kunden, die ihre Gülle direkt beim Befüllen analysieren möchten, können Manure Sensing ebenfalls nutzen. Fliegl Agrartechnik hat aktuell eine stationäre Lösung vorgestellt, die mit dem HarvestLab 3000 Sensor ausgestattet ist und die neueste John Deere Manure Sensing Kalibrierungssoftware nutzt.

Generell erhalten alle Neukunden die aktuelle Kalibrierungssoftware automatisch, wenn sie Manure Sensing kaufen. Die Software für vorhandene Systeme wird kostenlos zur Verfügung gestellt.

Aufgrund der guten Erfahrungen wird John Deere die Technologie ab dem November in allen EU-Ländern anbieten. Bisher war das System nur in Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Irland, Luxemburg und Österreich verfügbar.

Außerdem hat John Deere mit Kotte Landtechnik eine Vereinbarung zum Einsatz von Manure Sensing an Kotte Güllefässern geschlossen. Bereits bestehende Partner sind Fliegl, Joskin, Pichon, Samson und Vervaet.

Quelle: John Deere