Landtechnik

Präzisionslandwirtschaft
Digitalisierung wächst - GPS auf dem Feld gehört schon fast zum Standard

GPS im Traktor

GPS Steuerung gehört heute zum Standard bei Traktoren neuester Generation.

Bild: BayWa

Selbststeuernde Fahrzeuge auf dem Acker und präzise Düngerausbringung: Digitalisierung prägt zunehmend auch die Landwirtschaft. Mittels GPS können Landwirtinnen und Landwirte zielgerichtet und effizient ihre Äcker bewirtschaften.

Satellitengestützt, präzise und vernetzt: Besonders interessant ist der Einsatz von GPS beim sogenannten "Precision farming". Mit Hilfe der GPS-Technik können Dünger und Pflanzenschutzmittel genau dort ausgebracht werden, wo sie benötigt werden – und das nicht flächendeckend einheitlich, sondern exakt angepasst an den Bedarf des einzelnen Ackerteilstücks.

Der Bedarf wird vorab mit Hilfe von Bodenproben, Nährstoffanalysen oder Sensoren für die Unkrauterkennung ermittelt und auf digitalen Karten kartiert.

Wenn der Landwirt mit seinem GPS-gesteuerten Traktor nun auf das Feld fährt, um Dünge- oder Pflanzenschutzmaßnahmen durchzuführen, erkennt ein Satellit aus über 15 Kilometer Höhe den genauen Standort und sendet die Informationen der digitalen Karte an den Bordcomputer im Traktor. Dieser setzt die Informationen um und steuert die Ausbringmengen der Dünger- und Pflanzenschutzmaschinen je nach Bedarf.

Von GPS profitieren Landwirtschaft und Umwelt

Zunehmend im Kommen ist auch die Nutzung von GPS-gesteuerter Technik, die den Fahrer des Traktors beim exakten Parallelfahren auf dem Acker unterstützt. Fortgeschrittene Systeme sind sogar in der Lage, das Fahrzeug automatisch zu lenken. Das ermöglicht eine einfachere Bewirtschaftung und das Arbeiten bei Dunkelheit. In Zukunft könnten Maschinen die Feldarbeiten sogar eigenständig ohne Fahrer durchführen.

Die satellitengestützte Technik spart Ressourcen wie Dünger, Pflanzenschutzmittel und Kraftstoff und schont damit auch die Umwelt.

Quelle: BLE