Pflanzenbau

Maisanbau: Sortenauswahl wird immer wichtiger
Verstärkt auf trockenresistente Maiszüchtungen schauen

Maisernte

In einigen Beständen mit trockenresistenten Sorten konnte auch im Dürre-Sommer erträglich geerntet werden.

Bild: Pixabay

Auf den meisten Äckern wurde dieses Jahr der Mais bereits abgedroschen. Notgedrungen, denn die lang anhaltende Trockenheit hinterließ deutliche Spuren im Bestand. Das Dry Condition Area Programm von agaSAAT entwickelt seit 1998 trockenresiste Sorten.

Dürrebedingt hat die Maisernte in diesem Jahr in Deutschland so früh begonnen wie noch nie. Die Erträge bleiben aber meist weit unter den Erwartungen mit weitreichenden Konsequenzen. Viele Bestände sind klein oder ganz vertrocknet.

Schon lange versucht Monsanto, der von Bayer übernommen wurde, seine genetisch veränderten Pflanzen, die gegen Dürre resistent sein sollen, als Wunderlösung für die Ernährungssicherheit zu verkaufen. Noch gilt bei uns jedoch ein Verbot von genmanipuliertem Mais. 

Dennoch sind konventionelle Züchter ebenfalls bemüht der Trockenheit mit resistenten Sorten ein Schnippchen zu schlagen. Beispielsweise die Firma agaSAAT aus Neukirchen-Vluyn in NRW vertreibt exklusiv gezüchtete Maissorten, die der Trockenheit trotzen sollen.

1998 starteten die Züchter von agaSAAT "Dry-Condition-Area", ein Zuchtprogramm für niederschlagsarme Gebiete. Nach eigenen Aussagen mit enormen Erfolgen.

"Dieses Jahr haben denn auch bei Landwirten die Maissorte HULK deutschlandweit mit seiner hohen Trockenstresstoleranz überzeugt. Aber auch Neuzüchtungen SCANDINAV, STARDUST, NOVUM, SEKT, PRIVAT und OFFICER gehen gestärkt aus diesem besonders trockenen Jahr hervor," teilt das Unternehmen mit. 

Sorteneigenschaften des Herstellers agaSaat

Die sehr frühe Maissorte SCANDINAV (FAO ~160) eignet sich besonders für raue und kalte Gebiete. Mit einer super Restpflanzenverdaulichkeit sowie mittlerem Stärke- und Energiegehalt ist SCANDINAV für die Silageproduktion prädestiniert.

Die frühe Maissorte STARDUST (FAO ~210/220) ist groß, energiereich und eignet sich bestens als qualitativer Futterlieferant in der grasbetonten Fütterung.

Die frühe Maissorte NOVUM (FAO ~220) ist ein reiner Qualitätsmais mit sehr hohen Futterqualitäten. Mit zunehmender Bestandesdichte steigt NOVUMs Ertragspotential, sodass er sich vor allem für Betriebe mit wenig Fläche anbietet.

Die frühe Maissorte SEKT (FAO ~220) liefert massige Erträge mit einer guten Qualität und Restpflanzenverdaulichkeit.

Die mittelfrühe Maissorte PRIVAT (FAO S ~220/K 240) ist ein vielversprechender Massetyp mit einer sehr hohen Restpflanzenverdaulichkeit, die sich wunderbar für die Silageproduktion eignet.

Die mittelfrühe Maissorte OFFICER (FAO ~240) ist ein typischer Doppelnutzer. Der hohe Kornertrag trägt zur gehaltvollen Qualitätssilage mit gesundem Korn bei. OFFICER kann auf allen Standorten angebaut werden.