Obst-Gemüse-Weinbau

Altländer Apfeltage
Apfelernte im Alten Land eröffnet - Gute Ernte erwartet

Apfelkiste auf Plantage

Auf den Apfelplantagen im Alten Land (bei Hamburg) beginnt die Apfelernte.

Bild: Tourist-Info Altes Land

Am vergangenem Wochenende wurde die Apfelsaison in Hamburgs Süden durch die Marktgemeinschaft Altes Land offiziell eröffnet. Erwartet wird eine Ernte mit insgesamt 300.000 Tonnen, 25 Prozent mehr als im Vorjahr.

Da in Europa eine deutlich größere Erntemenge als im Vorjahr auf den Markt kommt, bedeutet das voraussichtlich auch günstigere Preise für die Verbraucher, andersrum aber schlechtere Erzeugerpreise.

Durchschnittspreis fällt auf unter 2 Euro

Im Juli kostete im Schnitt ein Kilo Äpfel im Einzelhandel 2,45 Euro, etwa 60 Cent mehr als ein Jahr zuvor. Experten erwarten, dass durch die neue Ernte der Durchschnittspreis auf weniger als zwei Euro pro Kilo fallen wird, sofern die Mengen nicht wesentlich geringer ausfallen als erwartet. Denn durch die Trockenheit können die Früchte kleiner ausfallen. 

Anfang September werden die Obstbauern mit der Ernte der ersten Lagersorten beginnen. Insgesamt sind die Bauern an der Niederelbe, dem größten Obstanbaugebiet Deutschlands, zufrieden. Denn die meisten konnten ihre Plantagen bewässern.

„Die Ernte beginnt in diesem Jahr etwa eine Woche früher und fällt deutlich höher als im Vorjahr aus“, sagt Matthias Görgens, stellvertretender Leiter der Obstbauversuchsanstalt Jork. Im Vorjahr konnten durch den späten Frost zur Blütezeit lediglich 240.000 Tonnen Äpfel geerntet werden.

Gute Ernte und sehr gute Qualität

In diesem Jahr waren die Bedingungen besser, dennoch reicht es bei der Erntemenge nur zu einem Durchschnitts- und keinem Spitzenjahr. Der Grund: „Im Juni haben viele Apfelbäume wegen der Trockenheit Früchte abgeworfen“, sagt Görgens.

An Wärme und Sonne fehlte es 2018 hingegen nicht, was die Fruchtzuckerproduktion fördert. „Mit etwa 13 Prozent haben die Früchte in diesem Jahr einen hohen Zuckergehalt“, so Görgens. Zusammen mit der Fruchtsäure sorge das für einen außergewöhnlich guten Geschmack der Äpfel – sprich eine hohe Qualität.

Von den rund 600 Obstbauern an der Niederelbe werden vor allem Elstar (80.000 Tonnen) und Jonagold (124.000 Tonnen) mit verschiedenen Untersorten wie Red Jonaprince angebaut. Um die Obstproduktion kontinuierlich aufrechtzuerhalten, müssen jährlich 1,5 Millionen Apfelbäume neu gepflanzt werden. Ein Baum hat nach 15 Jahren seine besten Zeiten hinter sich.

Altländer Apfeltage

Als Höhepunkt der Altländer Apfeltage, die bis Anfang November gehen, können am 8. und 9. September fünf Höfe im Alten Land besichtigt werden. Bis zum Ende der Apfelernte gibt es an den Wochenenden verschiedene Veranstaltungen im Alten Land. 

Das vollständige Programm der Altländer Apfeltage ist hier als PDF zum Download erhältlich.