Agrarmarkt

Bayer-Monsanto Deal
Übernahme von Monsanto wird das Bayer Agrargeschäft verdoppeln

Bayer plant den Abschluss der Übernahme von Monsanto für den 7. Juni. Alle notwendigen behördlichen Freigaben zum Vollzug der Übernahme liegen vor.

„Die Übernahme von Monsanto ist ein strategischer Meilenstein, um unser Portfolio führender Geschäfte in den Bereichen Gesundheit und Ernährung zu stärken. Wir werden unser Agrargeschäft verdoppeln und so zu einem führenden Innovationstreiber der Branche werden. So können wir den Bedürfnissen unserer Kunden noch besser entsprechen und das langfristige Wachstumspotenzial der Branche heben“, sagte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann.

Bayer hatte im Mai 2016 seine Absicht angekündigt, Monsanto zu übernehmen, und beide Unternehmen einigten sich im September 2016 auf einen Preis von 128 US-Dollar pro Aktie. Derzeit entspricht das Gesamtkosten von rund 63 Milliarden US-Dollar.

Bayer wird am 7. Juni der alleinige Eigentümer der Monsanto Company. Gemäß den Auflagen des US-Justizministeriums kann die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern erfolgen, sobald BASF den Erwerb der von Bayer abgegebenen Geschäfte abgeschlossen hat. Hiermit wird in etwa in zwei Monaten gerechnet.

„Wir haben uns in den vergangenen beiden Jahren gründlich auf die bevorstehende Integration vorbereitet. Wir haben Erfahrung mit der Integration großer Unternehmen, und das ist ein Garant dafür, dass wir erfolgreich sein können und werden“, sagte Baumann.

Bayer wird der Unternehmensname bleiben. Monsanto wird als Unternehmensname nicht fortgeführt. Die zugekauften Produkte werden ihre Produktnamen behalten und Teil des Portfolios von Bayer werden.

Komplettes Angebot an innovativen Technologien und Lösungen

„Innovation ist wichtig, um auf nachhaltigere Weise mehr gesunde, sichere und bezahlbare Lebensmittel für eine wachsende Bevölkerung zu erzeugen. Der Zusammenschluss der beiden Geschäfte wird es uns ermöglichen, schneller mehr Innovationen zu liefern und Landwirten auf der ganzen Welt maßgeschneiderte Lösungen zu bieten“, sagte Liam Condon, Bayer-Vorstandsmitglied und Leiter der Division Crop Science.

„Unsere Teams in den Laboren und im Feld werden künftig in der Lage sein, Innovationen noch weit ganzheitlicher anzugehen, um den Herausforderungen gerecht zu werden, denen wir in der Landwirtschaft gegenüberstehen.“

Inklusive Monsanto und unter Berücksichtigung der Veräußerungen hätten die Investitionen von Bayer für Forschung und Entwicklung im Jahr 2017 rund 5,7 Milliarden Euro betragen. Davon wären pro forma 2,4 Milliarden Euro in das kombinierte Agrargeschäft geflossen.

Bayer will in Richtung seiner Kritiker Brücken bauen

Bayer scheint sich der gestiegenen Verantwortung voll bewusst, die mit einer führenden Position in der Landwirtschaft einhergeht. Das Unternehmen wird sein Engagement in puncto Nachhaltigkeit noch weiter verstärken, heißt es aus dem Unternehmen.

„Wir werden mit derselben Entschlossenheit an unseren Nachhaltigkeitszielen arbeiten wie an unseren Finanzzielen“, sagte Baumann.

Bayer will zudem das Engagement gegenüber Stakeholdern weiter verstärken. Der Vorstandsvorsitzende sagte: „Wir wollen unseren Dialog mit der Gesellschaft vertiefen. Wir werden unseren Kritikern zuhören und mit ihnen zusammenarbeiten, wo wir eine gemeinsame Basis finden. Es darf nicht passieren, dass der Fortschritt angesichts verhärteter ideologischer Fronten zum Erliegen kommt. Dafür ist Landwirtschaft zu wichtig. Wir müssen miteinander reden. Wir müssen einander zuhören. Denn nur so können wir Brücken bauen.“

Quelle: Bayer AG