Agrarmarkt

Milchmarkt
Schwacher Jahresstart für Milchprodukte am Weltmarkt

Im Januar ist der FAO Index für Milchprodukte den vierten Monat infolge gesunken. Schwächer tendierten vor allem die Preise für Butter und Käse, während sich Milchpulver stabilisierte.

Nachdem im Herbst 2017 Rekordpreise für Butter verzeichnet wurden, scheint sich der Markt nun zu normalisieren. Die Preisrunde zu Monatsbeginn führt dazu, dass Butter auf Verbraucherebene aktuell wieder weniger kostet.

Bereits im November 2017 hatte der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) die Butterpreise auf Verbraucherebene reduziert. Während diese Preise über den Jahreswechsel hinweg stabil blieben, erfolgte nun Anfang Februar die nächste Preisrunde.

Für das 250-g-Päckchen Deutsche Markenbutter zahlen die Verbraucher seit Monatsbeginn 1,29 EUR und somit 30 Ct weniger als im Vormonat bzw. so viel wie ein Jahr zuvor. Die Molkereiabgabepreise sind weiter zurückgegangen, was sich schließlich in den niedrigeren Verbraucherpreisen widerspiegelt.

Streichmischfette aus dem Basissortiment sind ebenfalls günstiger erhältlich. Statt 1,49 EUR kostet eine Packung à 250 g nach der Preisrunde genauso viel wie Deutsche Markenbutter. Doch nicht nur konventionelle Ware wird günstiger angeboten, sondern auch Butter aus ökologischer Erzeugung wurde im Preis reduziert. Im Basissortiment des LEH kostet das 250-g-Päckchen Bio-Butter seit den Anpassungen 1,99 EUR statt zuvor 2,19 EUR.

Milchmarkt min

Rekordmarke im Herbst 2017

Noch im Juni 2016 war das 250-g-Päckchen Deutsche Markenbutter im LEH für lediglich 0,70 EUR erhältlich. Dieser Preis bedeutete den Tiefpunkt einer zweieinhalbjährigen Abwärtstendenz und spiegelte die aus Sicht der Milcherzeuger damalige schwache Erlössituation wider.

Aus Verbrauchersicht läutete eine Erhöhung des Butterpreises um 20 Ct je Ziegel im Juli 2016 die Wende ein. Danach kannte die Entwicklung – abgesehen von einer zwischenzeitlichen Korrektur im Frühjahr 2017 – nur eine Richtung. Im Juni 2017 stiegen die Preise für das 250-g-Päckchen von 1,29 EUR auf 1,49 EUR und einen Monat später auf 1,79 EUR.

Damit wurde ein Preisniveau erreicht, das bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhanden gewesen war. Die Teuerungsrate für Butter erhöhte sich zwischenzeitlich auf etwa 104 % gegenüber dem Vorjahr. Im September stiegen die Preise dann auf 1,99 EUR/250 g und erreichten wieder eine neue Höchstmarke. Nachdem die Molkereiabgabepreise im Herbst zurückgegangen waren, senkte der LEH dann im November die Preise für Butter. Bis Ende Januar war das 250-g-Päckchen Deutsche Markenbutter dadurch 40 Ct günstiger als zuvor.

Magermilchpulver rege nachgefragt

Die Nachfrage nach Magermilchpulver in Lebensmittelqualität war Anfang Februar weiterhin rege und das Kaufinteresse groß. Die Preise bewegten sich auf dem Niveau der Vorwoche.

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Bei den Herstellern gingen vornehmlich Anfragen für kurzfristige Liefertermine ein, die größtenteils in Abschlüsse mündeten. Auch für Lieferungen im zweiten Halbjahr war Kaufinteresse vorhanden, da die Käufer versuchten, sich das niedrige Preisniveau langfristig zu sichern. Die Verkäufer agierten bei derartigen Anfragen hingegen zögerlich. Das Angebot an Magermilchpulver, fiel vor dem Hintergrund der hohen Lagerbestände in der Intervention und der anhaltend hohen Milchanlieferung, ausreichend aus.

Preislich bewegte sich Magermilchpulver in Lebensmittelqualität Anfang Februar auf dem Niveau der vorangegangenen Woche. Auch die Ankündigung der EU-Kommission, 2018 im Rahmen der Intervention Ware ausschließlich im Ausschreibungsverfahren anzukaufen, führte bisher zu keinen sichtbaren Preisveränderungen am Markt.

Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH