Agrarmarkt

Ein Jahr IG Milch
"Gemeinsam viel erreicht" - sagt die IG Milch nach ihren einjährigem Bestehen

Im Februar 2017 wurde die IGM gegründet, um sich als Sprachrohr für die ehrenamtlichen Vertreter der großen Genossenschaftsmolkereien zu positionieren.

„Die IGM hat das IGMilchbarometer entwickelt, um Signale zur möglichen Entwicklung des Milchmarkts schneller zu ermitteln und weiterzugeben. Dieser Ausblick trägt zu einer höheren Markttransparenz bei.

Die Milcherzeuger werden bei ihrer eigenen Einschätzung der zukünftigen Marktsituation für die nächsten Monate und in ihrer daraus resultierenden Milchmengenplanung wirksam unterstützt“, so Peter Manderfeld, stellvertretender Sprecher der IGM. Grundlage des Barometers ist stets die Entwicklung des Kieler Börsenmilchwertes, der regelmäßig vom ife Institut berechnet wird. Dieser ist ein Zukunftswert für die Milch.

„EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat bei einem Treffen im Oktober 2017 in Dublin die IGM-Mitglieder ausdrücklich ermutigt, dieses Projekt zur Kommunikation von Marktsignalen voranzubringen. Die IGM wird mit dem Milchbarometer dem Ziel gerecht, mögliche Entwicklungen des Milchauszahlungspreises früher an die Milcherzeuger zu kommunizieren“, ergänzt Thomas Stürtz, Sprecher der IGM.

Auch mit dem Tierwohl hat sich die IGM intensiv befasst. „Die ganzjährige ausschließliche Anbindung von Kühen ohne jeglichen Auslauf gehört für die Mitglieder der IGM mittelfristig der Vergangenheit an“, unterstreicht Stürtz bei einem Pressegespräch auf der Internationalen Grünen Woche.

Die IGM hat hierzu ein Positionspapier erarbeitet und gibt diese Empfehlungen an ihre Mitgliedsmolkereien weiter. „Die Mitglieder der IGM streben an, die Anzahl der Kühe in Anbindehaltung in den nächsten fünf Jahren sowie im darauf folgenden Fünfjahreszeitraum um jeweils 25 Prozent zu reduzieren“, bekräftigt Manderfeld.

Die IGM zieht nach dem ersten Jahr ein positives Fazit. Sie wird den eingeschlagenen Weg weiter gehen und weiterhin branchenrelevante Themen aufgreifen und bearbeiten.

Quelle: Deutscher Raiffeisenverband e.V.