Landleben

Tag der offenen Tür
Aktionstag "Offene Hoftore Hochsauerland"

Hof-Schulte-Urban-Wenholthausen

Großes fachliches Interesse der über 2000 Besucher.

Bild: WLV

Aktionstag im Hochsauerland ein voller Erfolg: Über 2000 Besucher interessierten sich für die Wirtschaftsweise der heimischen Betriebe.

Mit ihrem Aktionstag „Offene Hoftore im Hochsauerland“ hatten fünf Bauernhöfe im Hochsauerlandkreis Neuland in ihrer Öffentlichkeitsarbeit betreten und damit anscheinend den richtigen Nerv bei der Bevölkerung getroffen

Sie hatten zeitgleich an einem August-Sonntag in ihre Ställe eingeladen, um die Wirtschaftsweise der heimischen Bauernhöfe sichtbar zu machen und zu erklären. Auf die 2000 Besucher insgesamt hatten sie allerdings nicht zu hoffen gewagt.

Josef Schreiber, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hochsauerland, sagte jetzt beim Nachtreffen der Akteure in Bad Fredeburg: „Wir sind überwältigt von dem Interesse der Bevölkerung, mit so einer großartigen Besucherzahl hatten wir nicht gerechnet. Das werden wir bestimmt wiederholen."

Schreiber betonte noch einmal, dass zwar grundsätzlich die Türen von Ställen jederzeit Besuchern nach Anmeldung offen stünden, man mit diesem kreisweiten Aktionstag aber deutlich zum Besuch und zum Gespräch einladen wollte.

Kuhstall

Markus Wegener und Friedrich Blanke wollten Aufklärung leisten. Sie bewirtschaften einen modernen Milchviehhaltungsbetrieb.

Bild: WLV

„Die Haltung von Nutztieren ist ein sensibler Bereich in der Landwirtschaft," betont Schreiber und ergänzt: "Ob es Stallneubauten sind, Erwartungen und Forderungen an den Tierschutz oder das Verständnis artgerechter Tierhaltung, oder aber auch die Gülleausbringung, Düngung und Pflanzenschutz: Häufig trifft die Landwirtschaft auf ein verzerrtes Bild der landwirtschaftlichen Praxis in der Öffentlichkeit." 

Das wollen die Bauern im Hochsauerland ändern. Deshalb haben sie erstmals zeitgleich ihre Hoftore geöffnet, um Einblicke in die Wirtschaftsweise zu geben. Besonders angetan waren die Betriebe von dem großen fachlichen Interesse der Besucher.

Touristen, Nachbarn und Berufskollegen ließen sich ausführlich die Wirtschaftsweise der Bauern und Bäuerinnen erklären. Dabei kam es durchaus auch zu kritischen Fragen zur Landwirtschaft. Die beteiligten Betriebe waren sich aber einig, dass im persönlichen Gespräch am besten Vorurteile abgebaut werden könnten.

Markus Stratmann vom Öffentlichkeitsausschuss des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes: „Wir konnten im Vorhinein überhaupt nicht abschätzen, ob sich unsere Bevölkerung im ländlichen Raum tatsächlich für Informationen über die Landwirtschaft interessiert. Umso mehr hat uns der heutige Tag motiviert, Aktionstage dieser Art zu wiederholen.“

Quelle: WLV