Ernährungswirtschaft

Weltgesundheitstag
Rückblick auf den WHO-Weltgesundheitstag: Gesunde Ernährung ist wichtig

Am 7. April war Weltgesundheitstag unter dem Motto „Gesundheit für alle“ - Einen nicht unerheblichen Anteil an der Gesundheit der Menschen hat immer auch eine gesunde Ernährung.

Unbestritten ist, dass eine ausgewogene Ernährung Wohlbefinden, Gesundheit und Leistung fördert. Ernährung ist heute weit mehr als simple Nahrungs­aufnahme. Sie ist Statement, Ausdruck von Persönlichkeit und individuellem Lebensstil. Ob Metabolic, Paleo, vegan, Clean Eating, Low Carb oder Low Fat – die Vielfalt an Ernährungskonzepten ist grenzenlos.

Und jedes beansprucht für sich, die gesündeste Ernährungsformel zu besitzen. Schon allein das zeigt: DIE gesunde Ernährung gibt es per se nicht. Welches Ernährungskonzept funktioniert und gut tut, entscheidet sich eben nicht in der Theorie sondern in der Umsetzung. Bewusst essen und genießen gewinnt an Bedeutung. Mehr und mehr Menschen hinterfragen die Qualität und Herkunft ihrer Nahrung. 

"Essen ist unser Treibstoff und die Grundlage der Substanz, aus der wir bestehen. Unser ganzer Körper lebt von der Nahrung, die wir tagtäglich essen. Man kann am Weltgesundheitstag deshalb gar nicht anders, als sich mit Ernährung befassen. Und der Art und Weise, wie unser Essen produziert wird," meint dazu Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Mehr als drei Viertel der Deutschen achten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative forsa-Umfrage aus dem vergangenem Jahr. Frauen achten dabei stärker auf ihre Ernährung als Männer (84 zu 69 Prozent). Unterschiede zeigt auch der Vergleich von Jung und Alt: Während unter den 18- bis 29-Jährigen schon zwei Drittel (69 Prozent) auf gesunde Ernährung achten, tun das bei den Befragten über 60 Jahre sogar 87 Prozent.

Ausdruck findet das gestiegene Bewusstsein sich gesund zu ernähren auch im wachsenden Biomarkt: In den letzten 16 Jahren sind die Umsätze von Bio-Lebensmitteln in Deutschland um fast das Fünffache gestiegen Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) schätzt den Marktanteil von Bio-Lebensmitteln auf mittlerweile etwa 5,3 Prozent. 

Laut Ökobarometer 2017 sind die wichtigsten Kaufgründe eine artgerechte Tierhaltung und geringerer Einsatz von Zusatz- und Verarbeitungsstoffen. Weitere Gründe sind eine möglichst geringe Schadstoffbelastung durch weniger Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, Gentechnikfreiheit und eine gesunde Ernährung.

"Für Bio-Produzenten bedeutet gesund für eine vielfältige, schadstofffreie Umwelt, Gewässer- und Bodenschutz und Artenvielfalt zu sorgen. Denn gesunde Lebensmittel entstehen nicht in einer kranken Umwelt. Gesunde Bio-Lebensmittel entstehen in gesunden Systemen und sind drastisch geringer mit Pestiziden belastet oder enthalten mehr gesundheitsfördernde Stoffe wie etwa Omega-3-Fettsäuren im Fleisch," unterstreicht Felix Prinz zu Löwenstein.

Produkte aus der Region werden für Verbraucher ebenfalls immer wichtiger. Wer saisonale Lebensmittel aus der Region kauft, bekommt nicht nur besondere Frische und Geschmack, sondern unterstützt die lokalen Produzenten und tut zugleich etwas für den Klima- und Umweltschutz. 

So schmeckt der April

Für schmackhafte Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen im April etliche saisonale Köstlichkeiten aus dem deutschen Garten. Ihr Vorteil: Sie werden reif geerntet und haben keine langen Transportwege hinter sich.

Spargel
Das edle Spitzengemüse ist das mit Abstand beliebteste Saisongemüse in Deutschland und gehört im April unbedingt auf den Tisch.

Radieschen
Die vielseitigen Knöllchen bringen mit ihren Senfölen im April das Immunsystem so richtig auf Vordermann.

Lauch
Das leckere Gemüse mit dem hohen Vitamingehalt hat mittlerweile selbst Einzug in die Gourmetküchen gefunden.

Kohlrabi
Die milden Knollen, eine Kreuzung aus wildem Kohl und weißen Rüben, sind sowohl roh als auch gekocht eine leckere, heimische Bereicherung des Speiseplans.

Salat
Essen mit Köpfen ist ab April wieder möglich. Jetzt gibt es die Grundlage für viele knackig-frische Salatkreationen aus heimischem Anbau. Denn Chicorée, Feldsalat, Rucola, Lollo Rosso und Lollo Bianco haben im April Saison.

Spinat
Ob aus dem Ofen, dem Topf oder im Salat – erntefrischer Spinat ist immer ein leckeres Gemüse.

Spitzkohl
Dass es Kohl nur in den Wintermonaten gibt, ist ein Gerücht. Spitzkohl bereichert den Speiseplan auch im April.

Kräuter
Kräuter-Liebhaber können sich im April über frischen Sauerampfer, Bärlauch und Kerbel freuen.

Rhabarber
Er macht den Anfang beim Saisonobst! Das leckere, leicht säuerliche Aroma entfaltet sich aufs genussvollste in Kuchen und Desserts.