Agrar-Politik

Arbeitskräftebedarf in der Landwirtschaft
Saisonarbeit: 70-Tage-Regelung wird dauerhaft

Salatfeld

Ohne Saisonarbeiter geht die Ernte vor allem im Gemüse-, Obst-, und Weinbau nicht.

Bild: Pixabay

Gute Nachricht für Winzer, Obst- und Gemüsebauern: Die 70-Tage-Regelung für Saisonarbeitskräfte wird dauerhaft eingeführt. Im Rahmen des Rentenpakets wurde jetzt die 70-Tage-Regelung verhandelt und gilt ohne zeitliche Begrenzung.

"Ich freue mich, dass ich mit meinem Kollegen Heil in dieser für die Landwirtschaft so wichtigen Frage der kurzfristigen Beschäftigung für Saisonarbeitskräfte eine Einigung erzielen konnte. Der Einsatz hat sich gelohnt," sagt die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Julia Klöckner hat sich in intensiven Gesprächen mit dem zuständigen Arbeitsministerium und dem Minister Hubertus Heil um das jetzige Ergebnis bemüht. Die 70-Tage-Regelung für Saisonarbeitskräfte wird nun unbefristet verlängert.

"Die Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass die Regelung der Ausweitung von 50 auf 70 Tage bisher von vielen Betrieben, insbesondere im Obst- und Gemüseanbau, in Anspruch genommen wurde. Sie ermöglicht gerade für die Sonderkulturbetriebe eine größere Flexibilität beim Einsatz der Arbeitskräfte," so die Ministerin.

Landwirtschaftliche und gärtnerische Arbeitgeber können besser auf gut eingearbeitete Saisonarbeitskräfte in ihren Betrieben zurückgreifen und Arbeitsspitzen besser abdecken. "Die nun gefundene Lösung wird den Interessen der Landwirte und Gärtner gerecht. So haben Betriebe bessere Chancen, qualifizierte Saisonarbeitskräfte für die ganze Erntesaison zu gewinnen," freut sich Klöckner.

"Und für ausländische Saisonarbeitskräfte bleibt es attraktiv, für eine Saisontätigkeit nach Deutschland zu kommen. Dies ist ein wichtiges Zeichen, damit Anbau von Wein, Obst und Gemüse in Deutschland angesichts steigender Lohnkosten weiterhin international wettbewerbsfähig bleibt," stellt die Ministerin abschließend fest.

Quelle: BMEL