Agrar-Politik

Klimawandel und Landwirtschft
Klöckner: „Die Land- und Forstwirtschaft nimmt eine Schlüsselrolle im Klimawandel ein"

Julia Klöckner mit Fürst Albert II von Monaco

Hamburger Klimawoche: Eröffnungslunch im Norddeutschen Regatta Verein mit Fürst Albert II von Monaco und Julia Klöckner.

Bild: Rainer Jensen / HKW

Julia Klöckner wirbt gemeinsam mit Fürst Albert II. von Monaco für mehr Klimaschutz zur Sicherung der Welternährung und Bekämpfung von Fluchtursachen.

Zum Auftakt der 10. Hamburger Klimawoche hat Bundesministerin Julia Klöckner in Anwesenheit des diesjährigen Schirmherrn Fürst Albert II. von Monaco die Bedeutung der Landwirtschaft für Klimaschutz, Fluchtursachenbekämpfung und Ernährungssicherung hervorgehoben.

Durch den Klimawandel nehmen extreme Wetterereignisse wie Stürme, Überschwemmungen und Dürre weiter zu. Viele Menschen verlieren aufgrund der extremen Wetterereignisse ihre Äcker und ihr Vieh und leiden Hunger – verlieren ihre Existenzgrundlage.

"Hunger und Armut sind entscheidende Faktoren, weshalb Menschen ihre Heimat verlassen, weshalb Unruhen ausbrechen können und ganze Regionen destabilisiert werden," so die Ministerin. "Hunger- und Armutsbekämpfung ist immer zugleich auch Fluchtursachenbekämpfung."

Das Ministerium entwickelt derzeit ein Maßnahmenprogramm zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050 und zur Erreichung der Klimaziele 2030.

"Die Landwirtschaft steht vor einer immensen Aufgabe. Sie muss die Ernährung weltweit sichern. Und sie muss helfen, die Klimaschutzziele zu erreichen, die die Weltgemeinschaft sich gesetzt hat. Dabei ist sie gleichzeitig einer der Wirtschaftssektoren, der am stärksten vom Klimawandel betroffen ist," sagte Julia Klöckner auf dem Klimagipfel.

Auch weltweite Initiativen wie „Vier für Tausend“ zur Anreicherung von Kohlendioxid in Böden oder die „Global Research Alliance on Agricultural Greenhouse Gases (GRA)“ werden durch das Ministerium unterstützt.

Die Land- und Forstwirtschaft nimmt eine Schlüsselrolle im Klimawandel ein, sagt die Bundeslandwirtschaftsministerin. "Der Erhalt des Dauergrünlands, der Schutz von Mooren und die Wiedervernässung von Moorböden sowie Möglichkeiten zur Humusanreicherung in Böden sind wichtige Beiträge zum Klimaschutz. Diesen Ansatz wollen wir bei der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 weiterentwickeln und praktikabel für die landwirtschaftlichen Betriebe ausgestalten," so die Ministerin.

Quelle: BMEL