Ackerbau

Äcker stehen in Falmmen
Feldbrände durch anhaltende Trockenheit / mit Video

brennendes Getreidefeld

Überall von Mecklenburg bis Thüringen runter sieht man brennende Felder, so wie hier bei Halle/Saale.

Bild: Youtube

Im Norden und Osten sind nicht nur durch die anhaltende Dürre die Ernten in Gefahr. Inzwischen sehen wir immer öfter starke Rauchschwaden aus den Feldern aufsteigen. Immer wieder brennen Felder.

Nach Angaben der Polizei wurden viele Brände durch Funkenflug ausgelöst. Ein Stein im Mähwerk eines Mähdreschers sei dazu schon ausreichend, hieß es. 

Zahlreiche Feldbrände haben am Wochenende Mitteldeutschland in Atem gehalten, berichtet die Leipziger Volkszeitung. Nach Mitteilungen der Polizei brachen in mehreren Orten im Landkreis Leipzig Feld- und Böschungsbrände bei der Getreideernte aus. 

Gleiches ereignete sich auch bei Erntearbeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Allein am Sonntag sind die Feuerwehren im Land zu mehr als zehn Bränden ausgerückt. Ein Radlader brannte in Fahrbinde aus. Am Montagmittag ging ein Traktor auf einem Feld bei Pasewalk wegen eines technischen Defekts in Flammen auf, der Schäden beträgt 200.000 Euro, berichtet der NDR.

"Es ist bitter, dass die geringe Ernte nun auch noch zum Teil ein Raub der Flammen wird", sagte ein Sprecher vom örtlichen Bauernverband gegenüber dem Sender NDR 1 Radio MV.

Schon am Samstagabend war in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Rostock ein Schaden von insgesamt mehr als 100.000 Euro entstanden. Damit ist die Zahl der Erntebrände laut Polizei innerhalb weniger Tage auf mindestens 13 gestiegen. Der Schaden dürfte bei mehr als 500.000 Euro liegen.

50 Hektar Getreide standen auf einem Feld in der Nähe von Mestlin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) in Flammen. Auslöser war vermutlich ein Steinschlag eines Mähdreschers. Funken flogen und entzündeten das trockene Getreide. Bei dem Feuer entstand ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro.

 „Ich nehme mit Sorge zur Kenntnis, dass es am Wochenende im Land zu mehr als zehn Feldbränden kam. Deshalb meine dringende Bitte an die Landwirte, vor dem Drusch einen Brandschutzstreifen zu pflügen und Wasserwagen mit ausreichend Löschwasser auf dem Acker bereitzustellen. Die Wartung der Erntemaschinen vor dem Einsatz ist ernst zu nehmen“, sagte der Minister.

Den Feuerwehren, die zum Löschen der zahlreichen Ackerbrände ausgerückt waren, sprach er seinen Dank aus. „Sie haben die Flammen zügig unter Kontrolle gebracht und damit Schlimmeres verhindert“, so Backhaus.

Neben der Gefahr auf Getreidefeldern sind auch Waldflächen feuergefährdet. Trotz der jüngsten Niederschläge besteht im Osten Mecklenburg-Vorpommerns noch Waldbrandgefahrenstufe 4 - das ist die zweithöchste Gefahrenstufe.