Ackerbau

Ackerbrände
Bauern danken den Feuerwehren, die zu zahlreichen Feldbränden ausrücken müssen

Traktor Feldarbeit

Zum Schutz vor Feldbränden werden Schneisen gezogen.

Bild: B.Klänhammer / Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Kaum eine Region, in der es noch nicht zu Bränden kam. Immer und überall stehen die Feuerwehren bereit, löschen, retten, schützen Leben und Eigentum. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte bedanken sich.

"Das ist für viele eine Selbstverständlichkeit, die keine ist," sagt der Bauernverband in Mecklenburg-Vorpoommern und bedankt sich bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehren, dass sie bereitstehen, wenn es wieder irgendwo brennt. "Bei den ohnehin schon schlechten Ernteergebnissen gibt es kaum Rettung – bei den Feuern zum Glück schon."

„Ich habe selbst schon einen großen Feldbrand erlebt, da war ein ganzes Dorf vom Feuer bedroht. Wer so etwas gesehen hat, wird die Bilder nicht mehr los“, sagt Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Die Landwirtschaftsbetriebe selbst schöpfen alle Möglichkeiten zum Brandschutz aus, die ihnen zur Verfügung stehen. Sie haben Vorkehrungen getroffen, indem sie Wasserwagen und Bodenbearbeitungsgeräte an die Erntefelder stellen und in der Regel stehen die Landwirte und ihre Mitarbeiter den Feuerwehrleuten auch zur Seite. Vielerorts kam es zu der Erkenntnis, dass die Feuer überhaupt nur gemeinsam bekämpft werden können. 

„Es ist doch das Schlimmste für jeden Landwirt, mit ansehen zu müssen, wie die Arbeit eines ganzen Jahres in Flammen steht“, so Kurreck. „Für die nächsten Tage ist keine Besserung in Sicht. Umso wichtiger ist der Zusammenhalt im Berufsstand und unter Gemeindemitgliedern, der jetzt schon enorm ist: In den vergangenen, brandgefährlichen Erntetagen zeigte sich, dass Landwirte und Dorfbewohner sich und die Wehren unterstützen und helfen, sobald Rauch am Horizont zu sehen ist. Vielen Dank für jede helfende Hand“, sagt Kurreck.

Minister lobt die Zusammenarbeit von Feuerwehren und Landwirten

„Aufgrund der langanhaltenden Trockenperiode ist die Brandgefahr auf den Feldern und in den Wäldern unseres Landes nach wie vor hoch“, erklärt Minister Dr. Backhaus und richtet den dringenden Aufruf an alle im Land, jegliche Brandschutzvorgaben einzuhalten und umfassende Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Erst kürzlich vom Beifahrersitz seines Dienstwagens aus richtet der Minister auf dem Heimweg den Blick in die Ferne – und erschrickt: „Wir haben plötzlich diesen dicken Qualm gesehen. Mir war sofort klar: Da brennt ein Feld“, erzählt er. Backhaus, ein Ortskenner, navigiert seinen Fahrer kurzentschlossen in Richtung Zittower See: „Von dort musste der Qualm kommen“. In der Nähe von Cambs werden sie fündig; fünf, sechs Meter hohe Flammen wüten auf etwa einem Hektar Gerste.

Kurz vor 20 Uhr wählt Backhaus den Notruf – und erlebt den Einsatz der Feuerwehrleute hautnah. 
„30 Kameraden waren zügig vor Ort, der Einsatz lief reibungslos“, lobt der Minister. „Die Vorsorge des Landwirtes hat das Übergreifen der Flammen auf weitere Flächen verhindert. Der Mann hatte im Vorfeld Brandschneisen angelegt und den Boden mit der Scheibenegge umgebrochen. Außerdem hatte er einen Anhänger mit 10.000 Liter Löschwasser auf dem Feld“, berichtet er. 

Auch Dr. Backhaus richtet „ein ganz dickes Lob“ nicht nur an die Feuerwehrleute, sondern auch an den Landwirt, auf dessen Feld das Feuer kurze Zeit nach dem Abrücken der Erntemaschinen ausgebrochen war.

„Ich appelliere noch einmal an alle Landwirte, jegliche Brandschutzvorsorgemaßnahmen während der Ernte einzuhalten“, so der Minister.